Hier werden die Veröffentlichungen der Gemeinde dargestellt wie sie auch im Amtsblatt zu lesen sind.

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Wichtige Informationen zur Teileinwohnerversammlung vom 16.11.2013

Wichtige Informationen zur Teileinwohnerversammlung vom 16.11.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Mittwoch, den 06.11.2013 fand im Bürgerhaus der Ortsgemeinde eine Teileinwohnerversammlung gemäß § 16 Gemeindeordnung von Rheinland- Pfalz, statt.

Geladen waren alle Bürger mit Haus – und Grundbesitz nördlich der B37, von Diemerstein über Dreispitz bis zum Sommerberg, also auch alle Anwohner des Ortskerns. Selbstverständlich durften interessierte Bürger die nicht unmittelbar durch die Teileinwohnerversammlung geladen waren

(Amtsblatt vom 30.10.2013) ebenfalls teilnehmen.

Ortsbürgermeister Eckhard Vogel begrüßte die 38 Teilnehmer und freute sich über deren Interesse. Leider vermisste er aber auch zahlreiche Neubürger und „Alteingesessene“ deren Grundstücke sich im definierten Gebiet befinden.

Nach der Vorstellung des Weidekonzeptes und dessen räumlicher Abgrenzung (Top 1), sowie der Erläuterung der Bedeutung des Projektes für Bürger und Gemeinde (Top 2), erteilte Ortsbürgermeister Vogel das Wort Herrn Dipl. Ing. agr. ,Helmut Schuler, vom Biosphärenreservat Pfälzerwald Nordvogesen / Naturpark Pfälzerwald. Seine anschauliche, sachlich und fachlich fundierte Präsentation zeigte die Projektentwicklung des Beweidungsprojektes St. Martin (Top 3). Projekte in denen Megaherbivoren wie z.B. Auerochsen eingesetzt werden, zeigen nach relativ kurzer Zeit eine erheblich größere Artenvielfalt. So werden die Flächen ökologisch aufgewertet und bilden zusammen mit den Weidetieren große touristische Anziehungspunkte. Wie bereits geschehen soll uns der Naturpark auch in Zukunft als Projektpartner unterstützen und beraten.

Forstrevierleiter Otto Decker, von Landesforsten Rheinland Pfalz, Forstamt Bad Dürkheim, erläuterte die Unterstützung des Forstamtes in dem Vorhaben. Das Forstamt Bad Dürkheim und er persönlich unterstützen uns durch eine Reihe noch abzustimmender Einzelmaßnahmen. Außerdem ist das Forstamt als Projektpartner durch erhebliche Flächenanteile an der Entwicklung beteiligt.

Die 1. Kreisbeigeordnete Gudrun Heß- Schmidt von der Kreisverwaltung Kaiserslautern sagte den Bürgern eine erhebliche finanzielle Beteiligung des Kreises zu. Gleichzeitig entschuldigte Sie Herrn Landrat Paul Junker der leider verhindert war. Auch Frau Hess Schmidt vertritt die Meinung, dass dieses Beweidungskonzept nachhaltig und damit zukunftsfähig ist. Sie unterstrich welche Bedeutung dieses Projekt nicht nur für Frankenstein, sondern auch für die beiden Kreise Kaiserslautern und Bad Dürkheim hat. An dieser Stelle sei bemerkt, dass sich der Landkreis Bad Dürkheim ebenfalls erheblich an der Finanzierung des Beweidungsprojektes „Frankenstein Nord“ beteiligt

Bürgermeister Walter Rung von der Verbandsgemeinde Hochspeyer begleitet das Projekt von Anfang an und sichert uns auch weiterhin seine Unterstützung zu. Er sieht darin eine Chance zur Tourismusförderung und damit auch einer Wertschöpfung in unserer Gemeinde. Er und Ortsbürgermeister Vogel standen den Bürgern beim Top 4 Rede und Antwort. Herr Rung wird, im Namen der Ortsgemeinde Frankenstein, seine Verwaltung beauftragen alle betroffen Bürger nun auch schriftlich über das Vorhaben zu informieren.

Herr Karlheinz Christian vom Dienstleistungszentrum Westpfalz, Landentwicklung, Ländliche Bodenordnung, betonte die Unterstützung seiner Behörde bei der Vertragsgestaltung mit den Bürgern. Jeder Grundstückseigentümer erhält eine Hektarpauschale (derzeit 200 €/ha, einmalig) nach Vertragsabschluss. Das DLR- Westpfalz stellt uns, analog zu den Vertragsabschlüssen am Burgberg, voraussichtlich wieder einen Pachthelfer zur Seite.

Unser Dorfmoderator, Prof. Stefan Wüst, von der Technischen Universität Kaiserslautern, richtete sein flammendes Plädoyer, pro Beweidung, an die Teilnehmer der Versammlung. Er verdeutlichte die erheblichen Synergieeffekte die dieses Vorhaben nach sich zieht.

Unter Top 5: „Verschiedenes“, wurden Fragen des Erosionsschutzes und der Haftung erläutert.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Ortsbürgermeister Vogel bei den Bürgern für die sachliche und konstruktive Diskussion sowie deren Anregungen.

Den Beteiligten aus Politik, Behörden und den Verwaltungen dankte er für die partnerschaftliche Unterstützung.

Zuletzt sei noch betont, dass sich einer der größten Experten in Sachen Tierhaltung und Beweidung in Rheinland Pfalz, Herr Ulrich Jäger, vom Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht, am Tag nach der Versammlung einen Eindruck vor Ort verschaffte. Er steht dem Projekt positiv gegenüber und ist gerne bereit uns fachlich zu unterstützen.

Ihr Eckhard Vogel

Ortsbürgermeister